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Bezogen auf körperliche Gewalt im familiären und sozialen Nahraum insgesamt – also nicht beschränkt auf Paarbeziehungen – wird für Deutschland häufig eine Studie von Wetzels, Greve, Mecklenburg u. a. von 1995 zitiert, welche mittels Hochrechnung der gefundenen Prävalenzzahlen schätzt, „dass 1991 in der BRD insgesamt ca. 1,59 Mio. Frauen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren mindestens einmal Opfer physischer Ge­walt in engen sozialen Beziehungen waren, für Männer beträgt die entsprechende
Anzahl 1,49 Mio.“ (ebd.: 161). Nach den Zahlen dieser Studie erleben Männer Gewalt in einem quantitativen Ausmaß, das nur geringfügig unter dem von Frauen liegt. Die „Prävalenz schwerer physischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen 1991“ beträgt bei den 20­39 Jahre alten Männern 2,16 % (Frauen: 2,40 %) und bei den 40 bis 59 Jahre alten Männer 1,52 % (Frauen: 1,85 %).

Quelle: Seite 189
Schaubild 10: Körperverletzungen im engen sozialen Umfeld (KFN)