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Haftalltag

Eingentlich passiert ja gar nicht soviel im Gefängnis. Die Insassen, die längere Zeit dort bleiben haben die Möglichkeit zu arbeiten. Generell ist es möglich auch einen Fernseher zu bekommen. Allerdings muss er direkt von einem zertifizierten Unternehmen geliefert werden. In der Poststelle wird er dann versiegelt und an den Insassen herausgegeben.

Es gibt auch eine Anzahl von Geräten, die den Insassen zur Verfügung gestellt werden. Aber eben erst auch nach einiger Zeit. Ich erhielt nach 10 Tagen einen Radionwecker. So hatte ich wenigsten die Möglichkeit Nachrichten zu hören. Obwohl es ein elektronischer Radiowecker war schaffte es die Uhr pro Tag 10 Minuten schneller zu sein, als die Zeit. Aber es reichte mir um wenigsten eine Zeitvorstellung zu bekommen.

Während der Aufschlusszeiten hatte ich die Möglichkeit an den Kühlschrank zu gehen. Dort hatte ich Milch und Softdrinks kalt gestellt. In der Küche war noch ein Warmwasserboiler, so dass ich mir einen löslichen Kaffee mit Zucker und Milch machen konnte.

Duschen konnten wir auch während der Aufschlusszeiten. Eigentlich war es nur auf 15:00 - 17:00 Uhr begrenzt, aber das Vollzugspersonal legte mehr Wert auf eine ruhige Station als auf die Einhaltung von solchen Zeiten.

Insgesamt wurden die Zellen von morgens 6:45 Uhr bis 7:30 Uhr, mittags von 11:30 - 12:301 Uhr und Nachmittags von 15:00 - 18:00 Uhr aufgeschlossen. An Feiertagen ist auch am Vormittag die Zelle aufgeschlossen. Diese Zeit haben wir dann zum Kartenspielen, Schach und Monopoly spielen genutzt.

Obwohl ich ja nur relativ kurz in Haft war konnte ich recht schnell Kontakte knüpfen. Mein Hobby das Segeln hat mir dabei auch sehr geholfen.

Was auch sehr geschätzt wurde war, dass ich für meine Tochter ins Gefängnis gegangen bin. Das hat mir einigen Respekt bei den Mithäftlingen eingebracht.

Während der Freistunde gingen wir dann mit noch zwei anderen Stationen aus dem Flügel auf den Hof. Hier begenet man einer Menge Leute. Ich hatte dort einen Honkongchinesen aus New York kennengelernt und mich mit ihm auf Englisch unterhalten. Es war sehr erfrischend. Er kannte auch einen anderen Vater, der hier im Gefängnis gewesen war. Auch ich kannte ihn.

Insgesamt war der haftalltag sehr entspannt. Ich hatte mehr zu lesen als ich überhaupt schaffen konnte. Dabei erhielt ich viele interessante Literatur von den anderen Häftlingen.

Die Mithäftlinge haben alle ihre eigene Geschichte. Da gab es teilweise die abendteuerlichesten Schicksale, Menschen, die es im Leben eben schlecht getroffen haben und welche, die es immer noch nicht verstanden haben.

Was wichtig ist, dass man seinen Kopf und Körper in Form hält. Am Ende verfolg die Zeit und ich hätte auch noch länger da bleiben können. Sorgen machte mir eben nur meine Wohnung und dass wieder vom Gericht so unangenehme Briefe kommen könnten.http://redaktionsserver.5p-server.de/typo/typo3/alt_doc.php?edit[tt_content][313]=edit&columnsOnly=bodytext%20%5Btext_align%20%7C%20text_face%20%7C%20text_size%20%7C%20text_color%5D%2C%5Btext_properties%5D%2C%20rte_enabled&noView=0&returnUrl=%2Ftypo%2Findex.php%3Fid%3D151